Madeira – Wanderbare Blumeninsel im Atlantik
Wer einen Erholungsurlaub in einer landschaftlich überaus attraktiven Umgebung plant, wird von der Insel Madeira begeistert sein. Die zahlreichen Wanderwege, die durch Schluchten, Ebenen oder in die Berge führen, sind ein wahres Paradies für Wanderer. Entlang dieser Wanderwege begegnet man einer Artenvielfalt an exotischen Pflanzen, die ihresgleichen sucht. Eine Entdeckungsreise durch die Flora von Madeira bleibt seinen Besuchern ein Leben lang im Gedächtnis.
Besondere Hotels auf Madeira
Madeira bietet Unterkünfte für jeden Geldbeutel. Von der Privatpension bis zum noblen 5-Sterne-Hotel – alles ist vertreten. Mag man es jedoch exklusiv, so seien die „Quintas“ empfohlen. Quintas sind ehemalige Herrenhäuser, die zu Touristenunterkünften umgebaut worden sind.
Ein ganz besonderes Hotel ist zudem das „Reids Palace“. Das Fünf-Sterne-Luxushotel in Funchal, der Hauptstadt von Madeira, gehört zu den besten Hotels der Welt. Errichtet wurde es im 19. Jahrhundert von dem Schotten William Reid und diente unter anderem schon George Bernard Shaw und Kaiserin Elisabeth von Österreich (Sissy) als Residenz. Sir Winston Churchill schrieb hier übrigens seine Memoiren.
Eine Übernachtung im „Reids“ kostet etwa 295 Euro aufwärts. Möchte man sich das nicht leisten, aber sich dennoch einen Hauch von Luxus gönnen, so man sollte sich die Teatime ab 15.00 Uhr nicht entgehen lassen. Um etwa 20 Euro kann man sich – auch als Nicht-Übernachtungsgast – zu dieser Tageszeit in gepflegter Kleidung in das „Reids“ begeben und bei Tee und Keksen den Hauch der Noblesse vergangener Zeiten verspüren.
Ausflüge
Da Madeiras Strände aus Lavagestein bestehen, ist die Insel für Badeurlauber eher bedingt geeignet. Obwohl das Klima sehr warm und – zumindest im Süden – das Meer sehr ruhig ist, gibt es für Strandtouristen geeignetere Orte. Sucht man jedoch ein besonderes Badeerlebnis, sollte man sich in die Ortschaft „Porto Moniz“ begeben. Hier hat man die Möglichkeit in einem Vulkankrater zu baden, über dessen Ränder die Wellen des Atlantiks bis zu drei Meter hoch herein brechen.
Für Schwindelfreie lohnt sich auch ein Blick über den Rand der Cabo Girão, der zweithöchsten Steilklippe der Welt. Diese Klippe ist aufgrund ihrer idealen Windverhältnisse und ihrer Höhe (586m) ein beliebter Treffpunkt für Paragleiter aus aller Welt.
Möchte man sich in die Berge begeben, hat man die Wahl, sich in gewissem Maße auf eigene Faust durch zuschlagen oder professionelle Bergführer anzuheuern. Es gibt leichte bis mittelschwere Bergwanderwege von der Achada do Teixeira aus. Oder man wählt die etwas härteren Touren der Alpinschule Innsbruck, die einem schon einiges mehr abverlangen. Auf jeden Fall ist es eher ratsam, sich nie ohne Führer in das Berggelände begeben, da die tiefen Schluchten Madeiras sehr tückisch sein können.
Die Hauptstadt Funchal bietet übrigens nicht sehr viele reizvolle Punkte für Touristen. Erwähnenswert ist hier jedoch der botanische Garten am Monte Funchal, der in den Blütezeiten (Februar bis Oktober) einen Besuch wert ist.
Kulinarisches
Die außergewöhnlichste kulinarische Spezialität auf Madeira ist der schwarze Degenfisch, der in der Landessprache „Espada“ genannt wird. Als gebratenes Filet, meist mit halbierten Bananen serviert, ist dieser Fisch eine echte Delikatesse. Da das Vorkommen dieses Fisches sehr begrenzt ist, kann man nur auf Madeira oder in Japan in den Genuss dieses schwimmenden Leckerbissens kommen.
Die ideale Alternative zu den Alpen
Wem die Alpen schon zu eintönig oder zu überlaufen sind, sollte sich unbedingt für eine Durchwanderung Madeiras entscheiden. Das portugiesische Eiland bietet eine Fülle an Landschaftsformationen wie es wohl keine andere Insel vermag. Für romantische Gemüter scheint die Wanderung durch die üppige Blumenpracht sicherlich wie eine Reise ins Paradies.