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	<title>Themenkatalog &#187; Bulimie</title>
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		<title>Magersucht – Klapprig um jeden Preis</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 22:10:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es beginnt vielleicht mit dem kleinen Speckr&ouml;llchen, das einen an den H&uuml;ften st&ouml;rt. Oder die vier bis f&uuml;nf Kilo, die die Waage dem Empfinden nach zuviel anzeigt. Schlie&szlig;lich sehen die Models auf den Laufstegen und in den Versandhauskatalogen doch viel anders aus: Glatte Haut und kein Gramm Fett auf den Rippen! Sch&ouml;n!!? Zumindest macht uns das die Modebranche glauben. Viele Frauen zwingt dieses Streben nach perfektem Aussehen in den stetigen Kampf mit ihrem Gewicht. Manche k&ouml;nnen dann oft nicht mehr bremsen. Die Folge: Essst&ouml;rungen bis hin zur <strong>Magersucht</strong>.</p>
<p><u>Problematik</u></p>
<p>Nicht nur Laufsteg-Models der Modegiganten Armani &#038; Co. sind von dem gef&auml;hrlichen Schlankheitswahn betroffen, der erst k&uuml;rzlich dem jungen brasilianischen Model Ana Carolina Reston das Leben gekostet hat. Die Modebranche hat einfach gro&szlig;en Einfluss auf das Sch&ouml;nheitsempfinden der Gesellschaft. War Marilyn Monroe mit ihren &uuml;ppigen Formen in den 50-igern noch ein erstrebenswertes Sexsymbol, w&uuml;rde sie in der heutigen Zeit wahrscheinlich aufgrund ihrer Rundungen nicht einmal eine Film-Hauptrolle bekommen. Das Sch&ouml;nheitsempfinden hat sich immens ge&auml;ndert und in den letzten Jahren leider ein extremes Ausma&szlig; angenommen: Die Models auf den Laufstegen k&ouml;nnen sich auf ihren Zahnstochern kaum noch gerade halten, ihre Oberschenkel sind genauso d&uuml;nn wie ihre Waden. Ihre Wangen sind eingefallen. Am liebsten w&uuml;rde man ihnen etwas Essbares zuwerfen. Sie sehen einer Todkranken auf einer Intensivstation &auml;hnlicher als einem M&auml;dchen, das mitten im Leben steht. Die Gesellschaft verinnerlicht sich diese Bilder und eifert ihnen – unverst&auml;ndlicherweise &#8211; nach. Leider sind zudem nun mittlerweile nicht nur Frauen sondern auch immer mehr M&auml;nner von Essst&ouml;rungen wie <strong>Magersucht</strong> und <strong>Bulimie</strong> betroffen. Tendenz steigend.</p>
<p><u>H&auml;ufigste Arten der Essst&ouml;rungen und Behandlung</u></p>
<p>Essgest&ouml;rte Menschen definieren sich nur mehr &uuml;ber ihr Gewicht und ihre Figur. Ihr Selbstwertgef&uuml;hl h&auml;ngt von ihrem Durchstehverm&ouml;gen dem Essen gegen&uuml;ber ab. Es dreht sich jeder Gedanke um den ersehnten Gewichtsverlust. Obwohl Magers&uuml;chtige wegen ihres stetigen Gef&uuml;hls „zu dick“ zu sein nur minimale Kost zu sich nehmen, f&uuml;hlen sie sich nach dem – f&uuml;r normale Verh&auml;ltnisse sehr kargen &#8211; Mahl oft trotzdem schlecht und haben Schuldgef&uuml;hle. Menschen, die der Ess-Brech-Sucht, genannt Bulimie, verfallen sind, speisen hingegen mit Genuss und in &Uuml;berf&uuml;lle. Um die Kalorien trotzdem nicht b&uuml;&szlig;en zu m&uuml;ssen, bringen sie sich nach ihren Fressattacken zum Erbrechen. &Uuml;ber 200.000 junge Menschen leiden allein in Deutschland an Magersucht oder Bulimie. Angeblich verlaufen sogar 15 Prozent der Erkrankungen t&ouml;dlich. Die h&auml;ufigsten Todesursachen sind Infektionen, Unterern&auml;hrung, Wasser- und Elektrolytverlust und Selbstmord &#8211; aufgrund von Depressionen.</p>
<p>Bei fr&uuml;hzeitiger Behandlung kann das gest&ouml;rte Verh&auml;ltnis zum Essen und zum eigenen K&ouml;rper mit umfangreichen und meist langwierigen Psychotherapien im Krankenhaus oder auch ambulant meist wieder ins Lot gebracht werden. Einzige Voraussetzung: Die Einsicht und der Wille des Patienten: Wohl die gr&ouml;&szlig;te H&uuml;rde wie bei jeder Suchterkrankung.<br />
F&uuml;r Betroffene und deren Angeh&ouml;rige gibt es &uuml;brigens eine sehr hilfreiche Webseite einer Selbsthilfegruppe f&uuml;r Essst&ouml;rungen: http://www.hungrig-online.de.</p>
<p><u>Fazit</u></p>
<p>Wenn alle Schuld vielleicht auch nicht auf die Modeverantwortlichen zu schieben ist, die mit ihren klapprigen P&uuml;ppchen die Welt verr&uuml;ckt machen, so ist doch zu hoffen, dass die Rufe der emp&ouml;rten &Ouml;ffentlichkeit mit der Zeit fruchten werden und bald wieder gesund wirkende Models &uuml;ber den Laufsteg spazieren. Nicht zuletzt ist aber wohl auch an die Eigenverantwortlichkeit der Gesellschaft f&uuml;r sich selbst zu appellieren. Denn: „Viel zuviel Wert auf die Meinung anderer zu legen ist ein allgemein herrschender Irrwahn“, sagte einst schon Schopenhauer (1788-1860) und da hatte er wohl sehr recht…</p>
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		<title>Pro Ana – Selbstzerst&#246;rung als Lebensstil</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 10:51:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Der Geist ist denselben Gesetzen unterworfen wie der K&#246;rper: Beide k&#246;nnen sich nur durch best&#228;ndige Nahrung erhalten“, stellte einst der franz&#246;sische Schriftsteller Luc de Clapiers (1715-1747) fest. Eben diese best&#228;ndige und lebenserhaltende Nahrung f&#252;r ihren K&#246;rper verwehren sich vor allem junge Menschen, die es sich zum Lebensinhalt machen, soviel wie m&#246;glich an Gewicht zu verlieren. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Der Geist ist denselben Gesetzen unterworfen wie der K&ouml;rper: Beide k&ouml;nnen sich nur durch best&auml;ndige Nahrung erhalten“, stellte einst der franz&ouml;sische Schriftsteller Luc de Clapiers (1715-1747) fest. Eben diese best&auml;ndige und lebenserhaltende Nahrung f&uuml;r ihren K&ouml;rper verwehren sich vor allem junge Menschen, die es sich zum Lebensinhalt machen, soviel wie m&ouml;glich an Gewicht zu verlieren. Manche bis hin zum Tod. Sie haben die Nahrung zu ihrem gr&ouml;&szlig;ten Feind erkoren und das Schrecklichste daran: Sie schlie&szlig;en sich zu Vereinigungen zusammen, um sich dabei gegenseitig zu unterst&uuml;tzen. „<strong>Pro Ana</strong>“ hei&szlig;en diese Organisationen, tummeln sich im Internet und verherrlichen das Hungern. </p>
<p><strong>Schlankheitsideal wird zum Wahn</strong></p>
<p>„Ich muss alles daf&uuml;r tun, d&uuml;nner zu sein!“ oder „D&uuml;nn sein ist wichtiger als gesund sein!“ sind nur zwei von vielen makaber anmutenden Geboten der meisten Pro Ana-Organisationen. Anh&auml;nger dieser Webseiten sind zum gr&ouml;&szlig;ten Teil junge M&auml;dchen, die in den Foren ihre Erfahrungen im Hinblick auf ihre Magersucht austauschen und sich mit S&auml;tzen wie „Ich darf nicht essen, ohne mich schuldig zu f&uuml;hlen“ noch weiter in ihrem selbstzerst&ouml;rerischen Tun best&auml;rken lassen. „<strong>Pro Ana</strong>“, das soviel bedeutet wie „F&uuml;r Magersucht“ leitet sich von dem medizinischen Begriff f&uuml;r die psychische Krankheit Magersucht ab: Anorexia nervosa. Als Krankheit wird sie von dem Gro&szlig;teil der Betroffenen allerdings nicht gesehen. Viele begreifen diese Art zu leben und zu hungern als Lebensstil, ihre Ziele sind Sch&ouml;nheit und Perfektion. Sie erleben mit dem Hungern ein Gef&uuml;hl der Kontrolle &uuml;ber sich und ihren K&ouml;rper. Die Webforen der Pro Ana-Webseiten helfen ihnen dabei, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und sich gegenseitig bei ihrem Vorhaben, weiterhin abzunehmen, anzuspornen. Auch finden sie auf solchen Webseiten Ratschl&auml;ge, wie sie ihre Magersucht optimal vor ihren Freunden, Bekannten und der Familie verstecken und sich am besten von aufkommendem Hunger ablenken k&ouml;nnen. Ihre Sch&ouml;nheitsideale sind u.a. bis auf die Knochen abgemagerte Models. </p>
<p><strong>Gl&uuml;ckshormone und gesundheitliche Probleme</strong></p>
<p>Wie beim Extremsportler – und das ist das Furchtbare – setzt diese extreme Selbstbeherrschung beim Hungern Gl&uuml;ckshormone frei. Endorphine werden ausgesch&uuml;ttet, der Hormonkick bewirkt das Empfinden eines angenehmen Gl&uuml;cksgef&uuml;hls. Doch das Gl&uuml;ck t&auml;uscht: Die &uuml;ber lange Zeit vollf&uuml;hrte Mangelern&auml;hrung sorgt f&uuml;r br&uuml;chige Knochen, Herzrhythmusst&ouml;rungen und Kreislaufkollaps bis hin zu Fehlfunktionen der Organe.  </p>
<p><strong>Expertenmeinungen gehen auseinander</strong></p>
<p>Pro Ana sieht das Hungern teilweise als Lebensgef&uuml;hl und nicht als Krankheit an. Experten meinen aber, dass Magers&uuml;chtige manchmal durchaus ihre Erkrankung erkennen und Pro Ana-Foren nutzen, um vor der Auseinandersetzung mit ihrer Krankheit und einer Heilung fl&uuml;chten. Zum einen ist die emotionelle Unterst&uuml;tzung der sich mit ihren Problemen oft allein gelassen f&uuml;hlender Magers&uuml;chtiger auf den Webseiten zu begr&uuml;&szlig;en, andererseits verst&auml;rken oder wecken Pro Ana-Seiten mit ihren Abnehm-Ratschl&auml;gen durchaus die Idee des Hungerns als ideale Art zu leben. Web-Suchmaschinen wie Yahoo, Lycos und einige andere haben mittlerweile einige <a href="http://astore.amazon.de/proana-21">Pro Ana</a>-Seiten von ihrem Index verbannt, doch existieren immer noch gen&uuml;gend dieser Web-Foren. Einige Pro-Anorexie-Seiten versuchen sich mittlerweile von Angriffen durch Gegner zu sch&uuml;tzen, indem sie ihre Foren nur mehr von ausgesuchten Mitgliedern, also Magers&uuml;chtigen, die es auch bleiben wollen, betreten lassen. </p>
<p><strong>Wege aus der Magersucht</strong></p>
<p>Es gibt indessen auch schon mildere Formen von <strong>Pro Ana-Webseiten</strong> mit Links zu Webseiten, die es sich zur Aufgabe machen, Wege aus der Magersucht aufzuzeigen. Den meisten ist das aber nicht genug. Immerhin ist Anorexie laut Harvard-Professor Dr. David Herzog die psychische Krankheit mit der h&ouml;chsten Sterblichkeitsrate &#8211; f&uuml;nfzehn Prozent der Magers&uuml;chtigen finden den Tod.</p>
<p><center>Hier einige B&uuml;cher zum Thema ProAna:<br />
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